Vom vorhandenen Teil zum sauberen CAD-Modell
Bauteile digitalisieren lassen, per 3D-Scan oder Messtechnik. Sie erhalten ein parametrisches CAD-Modell als STEP, auf Wunsch mit technischer Zeichnung. Der Datensatz gehört Ihnen.
Was Sie bekommen
Volumenmodell als STEP
Kein Netz und keine Punktwolke, sondern ein parametrisches Modell mit sauberen Flächen, das sich weiterbearbeiten lässt.
Technische Zeichnung
Bemaßt, als PDF, mit den Maßen, auf die es funktional ankommt. Sinnvoll für Ausschreibungen und die eigene Ablage.
Die Daten gehören Ihnen
Auch ohne Fertigungsauftrag buchbar. Sie können damit bei uns fertigen lassen, bei jedem anderen Betrieb, oder sie einfach archivieren.
3D-Scan oder Messtechnik?
Beides hat seinen Bereich, und der Scanner ist nicht immer die bessere Wahl.
Messtechnik
Bohrbilder, Absätze, Nuten, Gewinde, prismatische und rotationssymmetrische Körper. Mit Messschieber, Bügelmessschraube und Prüfstiften abgenommen, ist das hier genauer als jeder Scan, und schneller dazu.
3D-Scan
Gussteile, Gehäuse, Krümmer, ergonomisch geformte Griffe, verformte oder verschlissene Oberflächen. Überall dort, wo sich eine Fläche nicht mehr sinnvoll in einzelne Maße zerlegen lässt.
In der Praxis ist es meist eine Kombination: die Freiformflächen gescannt, die Funktionsmaße von Hand nachgemessen. Welcher Weg für Ihr Teil richtig ist, entscheiden wir nach der ersten Sichtung. Sie müssen das nicht vorab festlegen.
Vom Bauteil zum Modell
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Schritt 01
Erfassen
Scan der Oberflächen, Handmessung der Funktionsmaße. Spiegelnde und durchsichtige Teile werden vorbehandelt.
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Schritt 02
Ausrichten
Die Rohdaten werden bereinigt und auf ein sinnvolles Koordinatensystem gelegt, meist auf die Hauptbezugsfläche des Bauteils.
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Schritt 03
Zurückführen
Aus der Geometrie entsteht ein Volumenmodell mit echten Flächen, Radien und Bohrungen statt einer vernetzten Hülle.
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Schritt 04
Abgleichen
Das Modell wird gegen das Original geprüft und die Abweichung dokumentiert. Erst danach gilt der Datensatz als fertig.
Wenn etwas Neues in Bestehendes passen muss
Reverse Engineering wird meist mit dem Nachbau vorhandener Teile verbunden. Der häufigere und schwierigere Fall ist ein anderer: Ein neues Teil soll in eine bestehende Umgebung passen. Ein Adapter, eine Konsole, eine Abdeckung, ein Anbauteil.
Dann entscheidet nicht das neue Teil über den Erfolg, sondern die Schnittstelle zur vorhandenen Geometrie. Wir scannen diese Umgebung ein und konstruieren direkt gegen die Scandaten. Damit bleibt die Passung auch an gewölbten Verkleidungen, Gussflächen und gewachsenen Konturen reproduzierbar, wo Handmaß und Augenmaß an ihre Grenzen kommen.
Für Fahrzeugkabinen gibt es dazu eine eigene Seite: Halterungen nach Maß →
Digitaler Ersatzteilkatalog für Bestandsanlagen
Wer eine ältere Anlage betreibt, kennt das Risiko: Fällt ein Kunststoffteil aus, für das es keine Zeichnung mehr gibt, steht die Anlage so lange, bis jemand Ersatz beschafft hat. Wer die kritischen Teile vorher digitalisieren lässt, verkürzt diesen Stillstand auf die reine Fertigungszeit.
Das lässt sich schrittweise machen. Die zehn kritischsten Teile zuerst, der Rest bei Gelegenheit. Die Datensätze liegen dann bei Ihnen und bei uns; im Bedarfsfall geht das Teil ohne erneute Aufnahme sofort in die Fertigung.
Einschicken oder vor Ort
Kleinere Bauteile schicken Sie am einfachsten per Post zu. Eine kurze Ankündigung genügt, damit wir die Sendung zuordnen können.
Lässt sich das Bauteil nicht ausbauen, weil es fest verbaut ist oder die Anlage stillstehen müsste, kommen wir im Umkreis von Altenstadt (Wetteraukreis) nach Absprache zur Aufnahme vorbei.
Was ein Scan nicht kann
Damit keine falschen Erwartungen entstehen, hier die Grenzen offen:
- Innenliegende Geometrie, Hinterschnitte und geschlossene Hohlräume sieht ein Scanner nicht. Sie müssen zerlegt oder gemessen werden.
- Tiefe Sacklöcher und enge Bohrungen werden von Hand nachgemessen, nicht gescannt.
- Stark spiegelnde und durchsichtige Oberflächen brauchen eine Vorbehandlung.
- Ein Scan liefert die Geometrie, nicht die Absicht dahinter.
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Ob ein Maß 20,0 mm sein sollte oder 19,8 mm mit Verschleiß ist, entscheidet nicht das Messgerät, sondern die Beurteilung des Bauteils. Genau dieser Schritt ist der Unterschied zwischen einer Punktwolke und einem brauchbaren CAD-Modell.
Bauteil digitalisieren lassen
Schicken Sie uns ein Foto des Bauteils und eine kurze Beschreibung, wofür Sie die Daten brauchen: Nachbau, Anbauteil oder Archiv. Danach sagen wir Ihnen, ob Scan, Messtechnik oder beides sinnvoll ist, und was es kostet.
Bauteil beschreiben — Foto genügt