Prototypen, die nicht nur aussehen wie das Teil
Funktionsmuster, Kleinserien von 1 bis 200 Stück und Betriebsmittel für die eigene Fertigung, aus Werkstoffen, die auch unter Last, Wärme und Chemikalien halten.
Anschauungsmodell oder Funktionsmuster?
Beides heißt im Alltag „Prototyp", meint aber zwei verschiedene Dinge. Die Verwechslung ist teuer, deshalb steht die Unterscheidung hier ganz vorn.
Anschauungsmodell
Zeigt Form, Größe und Anmutung. Für die Abstimmung im Team, den Messestand oder das Kundengespräch. Hier zählt die Oberfläche, nicht die Festigkeit.
Funktionsmuster
Muss sich unter realen Bedingungen bewähren: eingebaut, belastet, erwärmt, bewegt. Dafür entscheidet der Werkstoff, und dafür muss das Teil für das Verfahren konstruiert sein.
Sagen Sie uns bei der Anfrage, welches der beiden Sie brauchen. Das ändert Preis und Fertigungszeit erheblich, und es erspart die Enttäuschung, wenn ein günstiges Anschauungsteil im Einbau bricht.
Kleinserien ohne Werkzeugkosten
übliche Losgröße. Darunter und dazwischen ebenso, ohne Aufpreis für kleine Mengen.
Werkzeugkosten. Additive Fertigung braucht keine Form, deshalb rechnet sich Stückzahl 1.
im Express, wenn ein Termin steht. Bei vorhandenen Daten sind es 24 Stunden.
Weil kein Werkzeug gebaut werden muss, kostet eine Änderung an Teil 30 nichts außer der Konstruktionszeit. Sinnvoll ist das für Vorserien vor dem Werkzeugbau, für Ersatzteilbevorratung ohne Lager, für Produkte in kleiner Auflage und für alles, was sich noch verändert.
Der ehrliche Gegenpunkt: Ab einigen hundert bis tausend gleichen Teilen wird Spritzguss günstiger, weil sich das Werkzeug dann auf die Stückzahl verteilt. Wo genau die Grenze liegt, hängt an Größe und Geometrie. Liegt Ihre Anfrage jenseits davon, sagen wir das und verweisen Sie weiter, statt ein Verfahren zu verkaufen, das für Ihre Stückzahl unwirtschaftlich ist.
Vorrichtungen und Betriebsmittel
Der unterschätzte Anwendungsfall, und für viele Betriebe der erste, der sich sofort rechnet: Betriebsmittel für die eigene Fertigung, die es fertig nicht zu kaufen gibt.
Greiferbacken und Spannmittel
Auf das Werkstück geformt statt aus dem Vollen gefräst. Leichter, schneller verfügbar und ohne Beschädigung empfindlicher Oberflächen.
Prüflehren
Gut-Schlecht-Lehren, Bohrbildschablonen und Konturlehren für die Serienprüfung, direkt aus dem Konstruktionsdatensatz abgeleitet.
Montagehilfen
Positionierhilfen, Einpressstempel, Abstandslehren, Fügehilfen. Alles, was einen Handgriff wiederholbar und damit fehlerfrei macht.
Werkstückträger
Transport- und Bearbeitungsträger mit Aufnahmen exakt nach Werkstückkontur, gefertigt gegen Scan- oder CAD-Daten des Bauteils.
Maschinenanbauteile
Abdeckungen, Späneleitbleche, Schlauchführungen, Sensorhalter und Bedienhilfen für vorhandene Anlagen.
Warum Funktionsteile andere Werkstoffe brauchen
Was im Hobbybereich üblich ist, PLA und PETG, verformt sich im Sommer im Auto und bricht unter Dauerlast. Für Funktionsteile verwenden wir carbonfaserverstärkte Hochleistungskunststoffe: PA-CF für zähe, belastbare Teile, PPA-CF für höhere Temperaturen, PPS-CF für Chemikalien- und Dauerwärmebeanspruchung.
Diese Werkstoffe brauchen eine beheizte Bauraumkammer und trockenes Material. Beides ist der Grund, weshalb viele Auftragsdrucker sie nicht anbieten. Gewinde führen wir als Metalleinsätze aus, nicht gedruckt. Werkstoffe und erreichbare Toleranzen im Detail →
Wenn der Termin steht
Messetermine, Kundenpräsentationen und Erprobungsfenster verschieben sich nicht. Für diese Fälle gibt es den Express-Service: Neuteil einschließlich Konstruktion innerhalb von 48 Stunden, bei vorhandenen Druckdaten innerhalb von 24 Stunden. Ob Ihr Bauteil dafür infrage kommt, sagen wir unmittelbar nach der ersten Sichtung.
Prototyp fertigen lassen
Beschreiben Sie, was das Teil können muss und bis wann Sie es brauchen. Liegen CAD-Daten vor, senden Sie diese gerne mit. Notwendig ist das nicht, eine Skizze genügt für die erste Einschätzung.
Anforderung beschreiben — Skizze genügt